Westfälischer Friede? Am Arsch!

Zum Ende des Derbies krachte es gewaltig im Gästeblock. Fliegende Mülltonnen, Pyro und eine Pfeffersprayorgie werden uns noch länger in Erinnerung bleiben.


…bis wieder einer heult!

Die Schuld an diesem Theater tragen die Osnabrücker. Wie viel Schuld jeder Einzelne dabei trägt wird sich in der zwangsläufigen Aufarbeitung durch die Ermittler und Juristen zeigen.

Schuld ist das Eine – Verantwortung ist das Andere.

Die Verantwortung für diese hässlichen Szenen müssen aber auch andere mit übernehmen!

Beginnen wir mit der Presse:
Die NOZ mit ihrer unerträglichen Vorberichterstattung. Jeder kleine Stein wird umgedreht und jede alte Anekdote aufgefrischt um richtig Pfeffer ins Spiel zu bringen.
Die Sensationsgeilheit, die dieses Provinzblättchen an den Tag legt, sorgt sogar für so abartige Auswüchse wie einen „Randaleliveticker“. Man weiß um die Brisanz, man kennt den Hass und dann stellt man sich aber hinterher doof bzw. drischt wieder Vollgas auf die eigenen Leute ein. Die NOZ lebt von der Ambivalenz zur Osnabrücker Fangewalt. Einerseits wird sie fingerhebend verurteilt, insgeheim hofft man aber auch auf entsprechendes und auflagensteigerndes Verhalten der Anhänger.
Diese verachtenswerte und perfide Heuchlerei!
Mit Ornaleaks und Amaurygate hat dieses Schmierblatt die Lunte gelegt. Drauf reingefallen sind die, die sich haben anstacheln lassen und die, die sich heute angewidert von den Krawallbrüdern abwenden.

Unsere Vereinsführung:
Auch sie trägt mittelbare Verantwortung, zumindest für die Stimmungslage vor dem Spiel. Wie kann man nur diese „Westfälischer-Frieden-Nummer“ abziehen? Gegnerfarben auf dem Trikot und PK in der neutralen Zone – Schlimm! Das diese Aktion das totale Gegenteil von dem auslöst, was es eigentlich bezwecken soll, zeigt wie weit weg Funktionäre vom gemeinem Fan sind.
„Da soll ein Vorbildeffekt stattfinden.“ Wann kapieren Vereinsvorstände endlich, dass sie KEINERLEI Vorbildfunktion für Fans darstellen? Solche Aktionen ohne Kommunikation mit den eignen Fangruppen durchzuziehen ist ein Affront.


Viele der Gesichter aus Osnabrück wird man nun wohl lange Zeit nicht mehr im Stadion sehen

Unser Sicherheitskonzept:
Wenn eine Woche nach Dresden wieder 15 Minuten später angepfiffen wird, dann muss man sich echt an die Birne packen. Wer hat hier eigentlich nix gelernt?
Die 5. BPH aus Düsseldorf einzusetzen war im Gesamtergebnis ein kluger Plan. Die Jungs waren sichtlich erfahren im Umgang mit Fußballfans und abgesehen vom Einsatz im Gästeblock tiefenentspannt. Leider merkte man bei einigen Situationen, dass die Briefings mangelhaft und die Umsetzung ungenügend war. Nach Abpfiff wurde eine Gruppe Osnabrücker zum Eingang Geschäftsstelle geschickt um ihr Auto vom Ascheplatz zu holen. Dort warteten etliche Preußen auf Einlass zum Fanport. Was da hätte passieren können ist ja wohl klar. Die D‘dorfer lösten die Sache aber cool.
Warum aber überhaupt die Zugänge zum Fanport so lange nach Spielschluß versperrt sind, bleibt wohl das Geheimnis der Einsatzleiter. Scheinbar geht bei Brisanzspielen so viel Gefahr von den dort versammelten Kutten, Normalos und Mädchen aus, dass das notwendig ist.
Der Wasserwerfer am Gästeblock hat ja auch wieder ganz toll funktioniert!

Wieso stehen Stölting-Mitarbeiter im Gästeblock links?
Im Nachgang machen viele Osnabrücker die Ordner für Provokationen verantwortlich. Klar suchen die lilavernebelten nach jeder Entschuldigung, dennoch muss man sich fragen, wieso da eine Handvoll Gelbjacken rumlungern muss. Der Pufferblock als Rückzugsraum für die Sicherheitskräfte reicht völlig und bietet volltrunkenen Osnaasis auch kein brauchbares Ziel.

Unsere Zaunkönige:
Glückwunsch an die Pöbler aus Block K. Statt gesittetem Support des eigenen Teams wurden dort wieder alle Register gezogen um den Gegner zu schmähen, wo es nur ging. Provokationen in Richtung Osna gab es sicherlich aus allen Teilen des Stadions, nirgendwo kommt dieses Affengehabe aber so gut zur Geltung wie direkt am Gästeblock.
Wenn dann der lila Mob auf die Steilvorlagen reagiert ist die Schadenfreude über Reizgas in des Gegners Fresse besonders groß.


Schon besser: Provokation mit Niveau ;)

Mein Mitleid mit den betroffenen VfL-Fans hält sich durchaus in Grenzen, aber nur mit dem Finger auf sie zeigen und auf empört machen, reicht nicht!
Die Vorfälle am Samstag waren vorauszusehen. Letztendlich fallen solche Randalebilder auf alle Fußballfans zurück und sind ein gefundenes Fressen für die Hardliner. Mittelbar werden wir also auch wieder darunter leiden.

Um solches Theater zukünftig besser kanalisieren zu können, sollten die Vereine mal kapieren, dass es niemals Frieden mit Osna geben wird. Schon gar nicht, wenn er angeordnet wird oder Fans im Vorfeld solcher Derbies verarscht werden sollen.

(*alle schönen Bilders von Klein-Muffi)


9 Antworten auf „Westfälischer Friede? Am Arsch!“


  1. 1 Crackhead 09. Februar 2015 um 15:05 Uhr

    Fußballfans sind ein Spiegelbild der Gesellschaft d.h. es sind jegliche Schichten vertreten. Diese Leute, die du als Pöbler mit Affengehabe bezeichnest gehören für mich genau so zum Fußball wie die Meckerrentner auf der Tribüne und die Ultras usw. Weiterhin fallen im Block K die selben Sprüche wie ich sie auch überall sonst im Stadion regelmäßig höre. Falls du halt nur gesitteten Support mit Applaus haben willst dann bist du wahrscheinlich beim Fußball falsch, das wird es hoffentlich nie geben. Für mich gehört so etwas zum Fußball dazu solange keine Körperverletzungen begangen werden.
    Gruß aus´m Pöbelblock

  2. 2 Administrator 09. Februar 2015 um 16:01 Uhr

    Ok, geschenkt,… Für dich gehörts dazu, ich finds Kacke…
    Ich denke wir gehen aber darin konform, dass es das Dauergepöble gibt, dass die Osnasen mal richtig drauf eingestiegen sind und im Ergebnis das Ganze nicht zur Befriedung Westfalens beigetragen hat, oder?

  3. 3 Mamerki1906 09. Februar 2015 um 16:26 Uhr

    DANKE für diese sehr gut geschriebenen Zeilen!! Vermute nur, dass die Vereinsführung bis jetzt noch denkt, dass die „Friedensmission“ ein voller Marketingerfolg ist und man zum nächsten Derby den „Westfälischen-Frieden-Schal“ ( auch in rosa als Girlieedition) auf den Markt schmeisst.

  4. 4 frank 09. Februar 2015 um 19:34 Uhr

    Ihr aus Westfalen habt es nötig ! Erst werden Leute von eurer „Mannschaft“ zusammengetreten ! Dann wird im Osna-Stadion rumgeballert , das Polizisten und sogar Kinder verletzt werden ! Aber das scheint euch ja scheißegal zu sein ! Und bei diesem Spiel ? Bischoff , do it again ! Ein echt geiler Ausspruch ! Und die Polizistin , die ihr schon vor diesem Spiel verletzt habt ? Und , und , und … ! Ihr seit doch so armselig !

  5. 5 HerrGott 09. Februar 2015 um 20:22 Uhr

    @ Frank

    Armes lila weisses Würstchen… Die dauernden Niederlagen sitzen anscheinend noch sehr tief. Hauptsache Osna macht nichts falsch. Überall werden die benachteiligt… tztztz

  6. 6 Ruhrpottpreusse 09. Februar 2015 um 20:49 Uhr

    Ich habe eine Dauerkarte für Block K und diese (zum Glück wenigen) Pöbelassis auf dem Zaun gehen mir echt auf die Nerven!

  7. 7 Luwinenseeger 09. Februar 2015 um 23:02 Uhr

    die Tochter von MDA im Ornatelli-trikot ist auch nicht gerade deeskalierend.

  8. 8 Kurvendiskutant 09. Februar 2015 um 23:32 Uhr

    http://www.noz.de/deutschland-welt/sport/artikel/545412/ab-sofort-vfl-chaoten-sind-keine-vfl-fans

    Ab sofort: NOZ-Schmierfinken sind keine Journalisten
    Von Machnichson Brimborium

    Die Berichterstattung zum Drittligaspiel in Münster hat dem VfL Osnabrück bundesweiten Imageschaden zugefügt – von der Häme ganz zu schweigen. Verantwortlich dafür sind nicht etwa „die Medien“, sondern Schmierfinken der Neuen Osnabrücker Zeitung auf der Suche nach einem tollen Aufhänger für ihre Story.

    Und so werden wir, die Fans des VfL Osnabrück, sie auch künftig und konsequent nennen. Mit jeder anderen Bezeichnung tut man der großen Mehrheit von Journalisten einfach unrecht.

    NOZ-Schmierfinken sind keine Journalisten. Journalisten lieben ihren Beruf, wissen um ihre Verantwortung und beherrschen das kleine 1 × 1 der Recherche. Schmierfinken missbrauchen ihre Machtposition und ihren Beruf, zu dem sie Liebe vortäuschen, für ihre Selbstdarstellung und das Ausleben ihrer Allmachtsfantasien auf Kosten anderer.

    Mag sein, dass sich manche Schmierfinken als Journalisten verkleiden, mit schwarzer Hornbrille oder viel Gel in den Haaren. Aber man erkennt sie ganz leicht: an ihrer Ahnungslosigkeit, an ihrem überheblichen Auftreten, an ihrer Gier nach Skandälchen und ihrer Eigenschaft, letztlich nur Informationsdealer zu sein, deren Haltung durch lokale Klüngeleien schon längst feststeht.

    Journalisten sind anders. Sie folgen einem Berufsethos, haben Spaß an ihren Aufgaben, geben sich Mühe bei Recherche und Faktenchecks, versuchen nicht andauernd den Konsumenten ihre eigenen provinziellen Überzeugungen und Ideale aufzudrücken – ohne Beeinflussung durch oder Pakte mit den attraktivsten Informanten. Das gilt für die überwältigende Mehrheit der Journalisten, die z.B. über den VfL berichten. Das sind Journalisten, und wir wollen und werden sie nicht länger diskriminieren.

  9. 9 R8BB 10. Februar 2015 um 0:35 Uhr

    Der Ball ist rund, nur die Gegner sind eckig. – Und so soll es auch bleiben!

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